HR IM SOG DER 

DIGITALISIERUNG

 

von Claudia Broghammer

Warum insbesondere KMU davon profitieren

Ging man früher davon aus, dass ein kleines Unternehmen zwangsläufig ein Schmalspur-Human Resources (HR) fahren muss, so kann man diesen Gedanken getrost als Relikt ad acta legen. Ganz im Gegenteil. Viele KMU starten durch und überholen so manchen Giganten in Sachen HR-Strategie und Digitalisierung.

Unternehmen wachsen, Anforderungen steigen und neue Generationen von Mitarbeitern haben konkrete Erwartungen an ein zeitgemässes HR. Waren früher insbesondere KMU beim Ausbau ihrer HR- IT-Lösung in Sachen Budget und Ressourcen eingeschränkt, so erlauben es die modernen, Cloud- basierten HR-Lösungen jedem Unternehmen, ein zeitgemässes und zugleich individuelles HR auf die Beine zu stellen. Ein HR, das nicht nur Mitarbeiter verwaltet, sondern dem Unternehmen ein Gesicht verleiht.

 

Innovative HR-Suiten aus der Cloud

War gute HR-Software früher für kleine Unternehmen (fast) unerschwinglich, bringt die Cloud hier eine Demokratisierung, da keine Kosten für Infrastruktur und Datenbanken anfallen und keine teuren IT- Ressourcen zur Betreuung notwendig sind. Somit ergeben sich für die Personalabteilungen kleinerer Unternehmen ganz neue Perspektiven.

Die Systeme der neuesten Generation sind nicht nur effizient, sondern richtig clever und werden in kurzer Zeit implementiert. Dadurch profitieren Organisationen sehr schnell von neuen Lösungen, die mit Standardprozessen und Best Practices punkten und nur marginal an kundenspezifische Anforderungen angepasst werden müssen.

So bietet insbesondere SAP SuccessFactors eine komplette Suite für sämtliche HR-Prozesse, be­ginnend bei den operativen Abläufen rund um die Salär­administration bis hin zu den wertschöpfenden HR-Prozessen entlang des Employee Lifecycle. Dank des modularen Aufbaus kann jedes Unternehmen im eigenen Rhythmus starten und die Lösung Stück für Stück ausbauen.

«Dank SAP SuccessFactors Performance & Goals konnten wir unsere Mitarbeiter­gespräche

vollständig digitalisieren und einen einfachen, kontinuierlichen Feedback­prozess zwischen

Vorgesetzten und Mitarbeitern sicherstellen.»

 
(Marcel Kutter, Leiter Human Resources bei Visana Services AG)

 

Digitale Dokumente und Daily Business

Nach wie vor leiden zahlreiche HR-Abteilungen unter administrativem Sand im Getriebe. Die erste Welle der Digitalisierung zielt häufig auf die strukturierten, planbaren HR-Prozesse ab – übrig bleiben die täglichen Mitarbeiteranfragen und Dokumente, die es zu bewältigen gilt.

«Mit Arbeitszeugnis swiss+® konnten wir den Zeugniserstellungsprozess vollständig digitalisieren

und zentral administrieren. Alle Vorgesetzten sind in den Workflow eingebunden und schätzen das praktische Bewertungsraster für die Beurteilung. Wir sind nicht nur bei der Erstellung viel schneller geworden, sondern konnten auch die Quali­tät der Zeugnisse deutlich steigern. Auch unsere HR-Mitarbeitenden sind sehr zufrieden mit dem Tool und seiner Usability.»

 
(Meinrad Hidber, Leiter Digitale Transformation, Corporate Services bei Rhätische Bahn AG)

Hier liegt ein gewaltiges Optimierungspotenzial verborgen und eine ganz neue Generation von IT- Lösungen tummelt sich in diesem Feld, um Unternehmen zu nahtlos digitalen Prozessen zu verhelfen. An erster Front steht dabei das digitale Personal­dossier, in dem sämtliche Dokumente revisionssicher aufbewahrt werden. So bietet beispielsweise aconso mit dem Produkt nubea eine hundertprozentig Cloud-basierte digitale Aktenlösung, die in SAP SuccessFactors integriert ist und sich durch ihre hohe Benutzerfreundlichkeit auszeichnet.

Aber nicht nur die Ablage, sondern auch die Dokumentenerzeugung kann heute digital und Workflow-gestützt ablaufen. Vorreiter ist hier Arbeits­zeugnis swiss+, die etablierte Schweizer Lösung, bei der Mitarbeiter, Linie und HR nahtlos in den Zeugnisprozess involviert werden. Dank dem smahrt-­Connector ist Arbeitszeugnis swiss+ ebenfalls in SAP SuccessFactors und die digitale Personalakte integriert.

Last but not least: Mit weiteren smahrten Add-ons können beliebige Office-Dokumente wie Arbeits­verträge oder Verfügungen erzeugt, verwaltet, versandt und im eDossier abgelegt werden.

«Die Digitalisierung der Korrespondenz mittels smahrt-eOffice hat unseren HR-Alltag mit SAP enorm erleichtert und die Effizienz rund um die Dokumentenerstellung massiv gesteigert.»

 
(Michele Falzarano, Head of HR / FICO / ICT Applications bei Magazine zum Globus AG)

Fazit

Die Digitalisierung ist in vollem Gange und lässt kein Unternehmen aus. Um aber echten Nutzen daraus zu ziehen, gilt folgende Grundregel: Zuerst Ballast abwerfen, Prozesse vereinfachen und anschliessend oder parallel dazu mit geeigneter Software unter­stützen. Personalabteilungen müssen im Auge behalten, dass die Digitalisierung nicht nur eine Frage der Technologie ist, sondern mit einem kulturellen Wandel einhergeht. Eine «digital culture» entsteht nicht über Nacht. Daher lieber mit kleinen Schritten beginnen und der Technologie den richtigen Stellenwert als ein Puzzlestück in der gesamten HR-Strategie geben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!

Hier gehts zum Bericht im KMU21 Journal.