„UPI“ ist die Abkürzung für „Unique Person Identification“. Dieses Verwaltungsregister wurde von der ZAS für den Bund und die staatlichen Sozialversicherungen AHV/IV (1. Säule) ins Leben gerufen. Darin enthalten sind die Daten, die massgeblich für die Bestimmung der SV-Nummer benötigt werden. Zusätzlich enthalten ist das Todesdatum. 

Eine wesentliche Eigenschaft dieser Datenbank besteht darin, dass die darin enthaltenen, für die Vergabe der SV-Nummer massgeblichen, Informationen von Stellen geliefert werden („Anmelder für das UPI“), die nicht aus dem Kreis der Einrichtungen der 1. Säule der Schweizerischen Sozialversicherung stammen.
Mit dem vom ZAS zur Verfügung stehenden UPI-Service kann nun von berechtigten externen Organisationen auf diese zentrale Datenbank zugegriffen werden. Die schweizerischen Pensionskassen gehören zu den berechtigten Organisationen, die auf die Daten lesend zugreifen dürfen. Das Add-On smahrt-UPI steht den Pensionskassen zur Verfügung, die das SAP Modul Pension Fund im Einsatz haben, damit lassen sich Abgleiche von Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Todesdatum und SV-Nummer im Personalstamm vornehmen.

Damit innerhalb der Rentnerverwaltung im Todesfall die Rentenauszahlung frühzeitig gestoppt werden kann, ist das Todesdatum wichtig. Damit können unnötige Zahlungen rechtzeitig verhindert werden.

Die Funktionalitäten

Mit der Dienstleistung UPI-Services können folgende Abfragen gemacht werden:

  • Suche der amtlichen Kenndaten einer natürlichen Person aufgrund ihrer SV-Nummer. Dadurch stehen folgende Informationen für den Abgleich zur Verfügung: Name, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Todesdatum und SV-Nummer
     
  • Suche der zurzeit gültigen SV-Nummer, die einer natürlichen Person zugewiesen ist, aufgrund einer Reihe von Mindestattributen (Familienname, Vorname, Geburtsdatum)
     
  • Anfordern der SV-Nummer aufgrund der AHV-Nummer
     

1. Abfragereport an die ZAS-Datenbank.

Dabei wird der Aufruf je nach Modus unterschiedlich vorgenommen:

Nur Personen mit SV-Nummer abgleichen:

Es werden nur Personen mit gültiger SV-Nummer selektiert. Bei diesen Personen werden beim ZAS die Personendaten abgefragt. Damit kann eine Änderung der SV-Nummer oder allfälliges Todesdatum ermittelt werden.

Alle Personen abgleichen inkl. ermitteln fehlender SV-Nummer:

Es werden alle Personen selektioniert. Zuerst werden alle Personen ohne SV-Nummer verarbeitet und die zugehörige SV-Nummer mittels AHV-Nummer abgefragt. Für diese Personen, welche auch keine AHV-Nummer haben, wird mittels Name und Geburtsdatum die SV-Nummer ermittelt. Für alle Personen, die nun eine SV-Nummer haben, werden beim ZAS die Personendaten abgefragt.

Fehlende SV-Nummer ermitteln:

Es werden nur Personen mit fehlender SV-Nummer selektiert. Zuerst werden alle Personen ohne SV-Nummer verarbeitet und die zugehörige SV-Nummer mittels AHV-Nummer abgefragt. Für diese Personen, welche auch keine AHV-Nummer haben, wird mittels Name und Geburtsdatum die SV-Nummer ermittelt.

Alle vorhandenen AHV-/SV-Nummern abgleichen:

Es werden nur Personen mit fehlender SV-Nummer selektiert. Mittels AHV-Nummer werden alle Personen ohne SV-Nummer abgefragt und die zugehörige SV-Nummer ermittelt. Dieser Modus kann auch dazu verwendet werden, die SV-Nummer zu validieren. Sollte sich diese geändert haben, wird dies bei der Abfrage erfasst und die neuen SV-Nummer gemeldet.
 

2. Auswertung des Schnittstellenlogs je nach Status:


Ihre Vorteile mit smahrt-UPI

Mit der Schnittstelle smahrt-UPI können regelmässige Massenabfragen vorgenommen werden, welche in einer Protokolltabelle ausgewertet werden können. Durch die Trennung von Abfrage und Auswertung, kann die laufzeitintensive Abfrage zyklisch im Hintergrund laufen und die performante Auswertung Online abgefragt werden. 

Es empfiehlt sich im Besonderen, diese Abfragen jedes Mal kurz vor dem Rentenlauf durchzuführen.
Mit einer relativen zeitnahen Pflege des Todesdatums im ZAS durch die Gemeinden, können Rentenauszahlungen frühzeitig gestoppt werden. Dies bevor die Pensionskassen durch einen eigenen Informationsweg vom Todesfall erfahren. Aufwendige Rückforderungen von zu viel ausbezahlten Renten werden vermieden. 

Zusätzlich kann der Versand des „Lebensnachweises“ optimiert werden. Die Häufigkeit und die betroffenen Rentner können reduziert werden. Dies vermindert wesentlich den Aufwand für den Versand des Lebensnachweises und danach die Kontrolle des Rücklaufs.

Optionen

Im Abfragereport ist eine Kundenerweiterung enthalten, welche kundenspezifische Selektionskriterien zulässt wie zum Beispiel:

  • Nur Rentner ohne Todesdatum, Versicherungsart

Im Auswertungsreport ist eine Kundenerweiterung enthalten, welche kundenspezifische Verarbeitungen zulässt wie zum Beispiel:

  • Erfassen des Todesdatums im Personalstamm

  • Ausführen von Austrittsmassnahmen bei Todesfall

  • Ausführen von Workflows

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